Die International Steel Casting Conference in Potsdam zog Experten aus der ganzen Welt an

Aachen/Potsdam, im Januar 2015. Am 23. und 24. Oktober 2014 veranstaltete die MAGMA Gießereitechnologie GmbH erneut eine International Steel Casting Conference (SCC). Rund 160 Experten für Stahlguss nahmen in Potsdam an der Konferenz teil, die eine wichtige Informations- und Austauschplattform innerhalb der Stahlgussindustrie darstellt. Geschäftsführer, Manager, Ingenieure und Forschungsexperten aus Europa, Asien und Amerika kamen im Kongresshotel am Templiner See in Potsdam zusammen, um sich über aktuelle Themen und innovative Lösungen im Bereich der Stahlgussfertigung aus der Sicht des Gießers auszutauschen.

Dr. Erwin Flender, Gesellschafter der MAGMA Gießereitechnologie GmbH eröffnete die Konferenz mit den Worten: „Wir freuen uns und fühlen uns geehrt, dass Sie alle diese Konferenz erneut möglich gemacht haben, besonders auch, weil wir alle terminlich stark eingebunden sind. Ihre Anwesenheit verdeutlicht, welch entscheidende Rolle der Stahlguss weltweit in der verarbeitenden Industrie spielt.”

In seinem Keynote-Vortrag sprach Reinhold Hanus von der voestalpine Linz GmbH, Österreich, über die besonderen Herausforderungen, vor denen europäische Stahlgießereien stehen, und über die Möglichkeiten, diese erfolgreich zu meistern, auch wenn es um die Herstellung sehr großer Stahlgussteile geht. In Anschluss daran gewährte Dr. Jens Wiesenmüller, der Präsident des Vereins Deutscher Giessereifachleute e.V. (VDG) und Geschäftsführer der GussStahl Lienen GmbH, Deutschland, wertvolle Einblicke in das Gießen kleinerer Gussteile für die Eisenbahn- und Automobilindustrie. Den Herausforderungen durch die stetig steigende Nachfrage nach immer höherer Qualität in immer kürzerer Zeit und zu immer besseren Preisen kann nur durch sinnvolle, kluge und ausgefeilte Maßnahmen in Entwicklung, Fertigung, Workflow und unternehmerischer Zielsetzung begegnet werden. Dies erfordert eine klare Fokussierung auf die kritischen Kompetenzfaktoren in jedem dieser Geschäftsbereiche. Laut Dr. Wiesenmüller hängt die Zukunft des Stahlgusses von der genauen Kenntnis und der Nutzung sowohl des internen als auch des externen Marktpotenzials ab, das v.a. durch gesunde weltweite Energie-, Hütten-, Bergbau-, Bau- und Automobilindustrie bedingt ist.

Als weitere erfolgsbestimmende Faktoren wurden die Entwicklung und Anwendung neuer Methoden herausgestellt. Diskutiert wurden automatisch und werkzeuglos/modelllos hergestellte Stahlgussteile ebenso wie Gussteile für besondere chemische Anwendungen und Bedingungen. In den Vorträgen und Diskussionen wurde wiederholt betont, wie effektiv sich die Simulation auf die Verbesserung von Prozessen und Wirtschaftlichkeit auswirkt, weil sie eine Wissensverlagerung von den kostenintensiven späten Prozessphasen hin zur flexibleren und wesentlich wirtschaftlicheren frühen Phase der Prozessdefinition erlaubt. Diese „Frontloading“-Strategien wurden noch durch zahlreiche Beispiele für eine qualifizierte Anwendung der Software für Stahlgussteile jeder Größe und Art belegt.

Raymond Monroe, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Steel Founders’ Society of America, stellte die neuen Chancen und Herausforderungen für die Zukunft der Stahlgussbranche vor. Aktuellen Prognosen zufolge soll die Produktion von Stahlhütten und Stahlgießereien bis 2020 von 20% auf 30% ansteigen. Zur Ausschöpfung dieses Potenzials müssten die jeweiligen Industriezweige allerdings bereit sein, in Personal und technische Ressourcen zu investieren. Erfolgreich würden diejenigen Unternehmen sein, die über ausreichende Kapazitäten verfügen, um die Nachfrage rechtzeitig zu bedienen. Aus diesem Grund, so Raymond Monroe, müssten die entsprechenden Investitionen rechtzeitig getätigt werden.

Neben den Vorträgen schätzten die Teilnehmer auch die Möglichkeit zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch in den Pausen und beim abendlichen Dinner. Alltäglichen Herausforderungen in Betrieb und Fertigung zu begegnen, gehörte zu den wichtigsten Gesprächsthemen unter den Experten, die darin übereinstimmten, dass trotz des weiterhin starken Wettbewerbs innerhalb der Branche die Stahlgussindustrie auch vereint für gemeinsame Interessen eintreten muss, um sich gegenüber anderen Fertigungsprozessen behaupten zu können.

Der abschließende Beitrag der Konferenz befasste sich eingehender mit neuen und zukünftigen Simulationslösungen zur Optimierung von Stahlgussteilen jeder Art und Größe.

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