Mitten Im Guss - MAGMA präsentiert wirtschaftlichen Nutzen der Gießprozess-Simulation auf der GIFA 2011

Aachen, im April 2011. Die MAGMA GmbH, Aachen, präsentiert auf der 12. Internationalen Gießerei-Fachmesse GIFA (28.6. – 2.7.2011) in Düsseldorf MAGMA5, die neue Generation der Software zur Gießprozess-Simulation. Auf den 300 qm des Stands 12A16 demonstriert das Unternehmen, wie durch die Gießprozess-Simulation mit MAGMA5 die gesamte Gussteil-Fertigungskette optimiert und damit wirtschaftlicher Nutzen für die Gießerei realisiert werden kann. Als Neuheiten zeigt MAGMA in Düsseldorf die Version 5.2 mit erweiterten Möglichkeiten für alle Gießverfahren, stellt ihre neue Software MAGMA C+M für die Simulation des gesamten Kernherstellungsprozesses vor und gibt einen Einblick in zukünftige Nutzung der autonomen Optimierung von Gießprozessen. Fernerhin gehört MAGMA zu den Teilnehmern der Initiative ecoMetals, mit der die Messe Düsseldorf Unternehmen fördert, die innovative Produkte und Verfahren für eine effizientere Energienutzung entwickeln. MAGMA zeigt hierbei, auch anhand von Praxisbeispielen, wie sich durch die konsequente Nutzung der Gießprozess-Simulation die Energie- und Rohstoffeffizienz in Gießereien erheblich steigern lässt.

Prozessorientierung von MAGMA5 am Beispiel Druckguss

MAGMA5 - optimierte Realität

Mit MAGMA5 Rel. 5.2 werden zahlreiche neue Simulationsmöglichkeiten vorgestellt: Neue Prozessmodi für Kokillenguss, Niederdrucksand- und kokillenguss oder Druckguss (sowohl Warm- als auch Kaltkammerverfahren) ermöglichen verfahrensspezifische Prozessdefinitionen im Detail. Dabei unterstützt die Software die Prozessauslegung auch durch die virtuelle Steuerung von Prozessgrößen während der Berechnung. Schwerkraftgießer werden durch neue DISAMATIC- und Feingussprozessmodule unterstützt.

Auf der GIFA zeigt MAGMA darüber hinaus ihre neuesten Entwicklungen, die Gussteileigenschaften von Aluminium, Gusseisen oder Stahlguss im Gusszustand und nach der Wärmebehandlung mittels Gefügesimulation quantitativ ermitteln. MAGMA5 erlaubt jetzt die Vorhersage von Sand- und Reoxidationseinschlüssen aufgrund der Formfüllung und sagt Formstofffehler voraus. MAGMAnonferrous berechnet Gefüge und Eigenschaften für Aluminiumwerkstoffe unter Berücksichtigung der Metallurgie, Impftechnik und des Wasserstoffgehaltes in der Schmelze. MAGMAiron sagt die Gefüge für Gusseisenwerkstoffe von der Graphitausbildung bis hin zur Verteilung des Grundgefüges voraus. MAGMAsteel berechnet Makroseigerungen in Stahlguss und das Gefüge aus der Wärmebehandlung.

Das Spannungsmodul MAGMAstress bietet erstmals die Möglichkeit, thermische Spannungen des Gussteils auch in Dauerformen für alle Fertigungsschritte einschließlich einer Wärmebehandlung und Bearbeitung zu berechnen, um Rissprobleme und Verzüge des Gussteils vorhersagen zu können. Hierbei können die simulierten Verzugsergebnisse wie auf einer Koordinatenmessmaschine ausgewertet und mit realen Vermessungen direkt verglichen werden. Der neue Modul MAGMAdielife unterstützt erstmals die Bewertung von Formauslegung und thermischen Spannungen in Bezug auf die Werkzeuglebensdauer von Dauerformen.

MAGMA Core+Mold - Transparenz in der Kernherstellung

Mit MAGMA C+M stellt MAGMA erstmals ein integriertes Werkzeug zur Vorhersage von Kernherstellungsverfahren vor. Mit MAGMA C+M können Kernschießen, Begasen und Aushärten von organischen und anorganischen Kernen simuliert werden. Dabei werden sowohl kaltaushärtende Verfahren als auch die Kernherstellung in heißen Kernwerkzeugen unterstützt. In MAGMA C+M kann der Prozess beginnend mit der Kernschießmaschine abgebildet werden, um die Strömung des Luft-Sandgemisches in Abhängigkeit der realen Fertigungsparameter zu berechnen. Die integrierte Datenbank bietet die Möglichkeit, die Konditionen des Sandes, des Bindersystems, wie auch von Schieß- und Entlüftungsdüsen individuell zu ermitteln und zu nutzen. Das Programm simuliert Begasung, Spülung und Aushärtungsreaktion von gashärtenden verfahren durch Katalysatoren. Die Auslegung der Temperierung für thermisch aushärtende Bindersysteme (Hotbox, Croning, anorganische Kerne) wird effektiv durch geregelte elektrische Heizelemente oder Ölkanaltemperierung unterstützt. Für anorganisch gebundene Kerne rechnet MAGMA C+M die Trocknungshärtung in der heißen Büchse und durch den Transport von Wasserdampf durch erhitzte Luft. MAGMA C+M nutzt alle Funktionen von MAGMA5 und kann als eigene Lizenz oder als Zusatzmodul von MAGMA5 genutzt werden.

Simulation des Kernschießprozesses wird mit MAGMA C+M auch für komplexe Werkzeuge möglich, hier gleichzeitig für drei Kerne inklusive der Schießdüsen

Autonome Optimierung ist die Zukunft

Mit der autonomen Optimierung kann der Gießer die Simulation nutzen, um Qualitäts- und Kostenziele zu verfolgen. Autonome Optimierung macht Vorschläge für die richtige Gießtechnik oder für optimale Prozessparameter. Die virtuelle Versuchsgießerei im Computer ermöglicht Parametervariationen und systematische Untersuchungen von Einflussgrößen bis hin zum Optimum. Auf Basis der physikalischen Grundlagen von MAGMA5 sucht das Programm die bestmöglichen Bedingungen für Anschnittdimensionierung, Anschnittpositionen aber auch für die Lage von Speisern und Kühlkokillen und ihre optimale Größe. Anhand von Beispielen aus der Industrie zeigt MAGMA die heutigen Möglichkeiten und gibt einen Ausblick in die Zukunft der Optimierung.

 

Die autonome Optimierung von Gießtechnik, hier am Beispiel einer Gießlaufoptimierung im Druckguss, ist die Zukunft der gießtechnischen Simulation

MAGMA - Vielseitig engagiert

Auf dem begleitenden WFO Technical Forum halten MAGMA-Referenten Vorträge zu den Themen Aluminiumguss, Sandkernherstellung und Optimierung. Auf der parallel stattfindenden Messe NewCast sprechen die Simulationsexperten über Vorhersage von Eigenspannung und Verzug von Eisenguss-Bauteilen.

Zusätzlich ist MAGMA auf einem weiteren, eigenen Messestand (12A15) im Rahmen des Get-In-Form-Projekts „Jugend-Technik-Zukunft“ präsent. Dort wird Schülern, Studienanfängern und Auszubildenden die Attraktivität der gesamten Branche für qualifizierte Fachkräfte anhand interaktiver, spielerischer Elemente näher gebracht.

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