Realer Prototyp – realistisches Gussteil?

Schon vor Beginn der Serienfertigung werden zahlreiche Gussteile für Tests unter realistischen Einsatzbedingungen benötigt. Wie viele dieser Gussprototypen wurde dieses Aluminium-Fahrwerksteil in Sandguss gefertigt – ein bevorzugter Prozess für Gussteile mit niedriger Stückzahl. Mittels FE-Analyse und Lebensdauerberechnungen wurden die höchstbelasteten Bereiche bei zyklischer Last ermittelt. Ein Versagen des Gussprototypen im Verlauf des Fahrwerkstestes würde zwangsläufig zu Konstruktionsänderungen, und zwar zu vergrößerten Querschnitten führen.

Der Vergleich zweier virtueller Gussteile – dem in Sand gegossenen Prototyp und dem in Kokille gegossenen Seriengussteil zeigt jedoch unterschiedliche Gefüge. Insbesondere unterscheidet sich der für die Dauerfestigkeit entscheidende SDAS in den kritischen Bereichen um 100 %!

Mit diesem Wissen kann der Konstrukteur die bei den Seriengussteilen zu erwartenden höheren Dauerfestigkeiten ausnutzen, obwohl ihn das Versagen des „realen“ Prototypen im Verlauf des Fahrwerkstestes in die falsche Richtung leiten würde.

Dendritenarmabstände hängen vom gewählten Fertigungsverfahren ab

Die Lebensdauer des Kokillengussteils ist drei mal so hoch wie die des Sandgussprototypen

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