Sie wachsen mit der Strömung

20 % der Produktionskosten von Stahlguss sind auf die Vermeidung oder Beseitigung von Einschlüssen und damit verbundenem Reparaturschweißen zurückzuführen. Reoxidation ist der Hauptgrund für makroskopische Einschlüsse in Stahlgussteilen.

Bis heute waren der Versuch und die Erfahrung des Gießers die einzigen Werkzeuge, diese Fehler zu reduzieren. Gießpraxis oder Formfüllverhalten wurden empirisch verändert, um Luftkontakt der Schmelze vermeiden oder Einschlüsse zumindest in unkritischen Bereichen zu konzentrieren. Obwohl das Gießsystem eine wichtige Rolle für die Schmelzequalität spielt, ist eine adäquate Anschnitttechnik keine Garantie für die Vermeidung von Einschlüssen.

MAGMA hat Modelle entwickelt, die die Bildung, das Wachstum und die Bewegung von Reoxidationseinschlüssen berechnen. Durch die Verfolgung einzelner Einschlüsse während der Formfüllung ihres Kontaktes mit der Luft und ihrer Agglomeration können Gießereien die wahrscheinliche Lage, Größe und Verteilung von Einschlüssen im Gussteil vorhersagen. Durch die virtuelle Überprüfung geeigneter gießtechnischer Maßnahmen werden Einschlüsse beherrschbar.

Vorhergesagte Positionen und Größen von Einschlüssen beim Abguss eines Turbinengehäuses aus Stahl (helle Farben weisen auf größere Einschlüsse hin)

Vorhergesagte Position von Makro-Einschlüssen in einer gegossenen Platte aus niedrig legiertem Stahl

* Mit freundlicher Genehmigung der Universität von Iowa, USA

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